Australien erleben

So könnte Ihre Reise nach Australien aussehen…

Mit Cathay Pacific fliegen wir zuerst nach Hongkong. Da die folgenden Flüge nach Sydney nicht immer optimal sind, bietet sich dort ein Stop (wenn auch nur für 10 Stunden)  an.

Der Airport Express bringt uns in ca. 20 Minuten nach Hongkong Island, von dort geht es mit der Tram steil nach oben auf den Peak. Von hier hat man einen tollen Blick über die ganze Stadt, man kann gemütlich durch den Wald bummeln, Kaffee trinken, aber auch ganze Wanderungen unternehmen. Zurück am Bahnhof der Tram laufen wir durch das Geschäftsviertel von Hongkong Island zur Fähre und setzen nach Kowloon über. Der Nachtmarkt öffnet bereits um 17.00h und bietet jede Menge billige Uhren, T-Shirts usw. zum Schmökern. Um 20.00h beginnt die Symphony of Lights am Hafen mit einer rasanten Lasershow, die man kostenlos beobachten kann. Zurück am Flughafen steigen wir nach einer Dusche müde, aber fasziniert ins Flugzeug nach Sydney ein. Unser Fazit zu Hongkong: meist sehr schwül, laut, bunt, cool, modern aber zugleich traditionell und auf jeden Fall sehenswert und interessant!

Sydney ist zunächst anders als erwartet, sie wirkt eigentlich eher wie eine hübsche Kleinstadt als eine der größten Städte Australiens. Und das ist es auch, was den Charme dieser Stadt ausmacht. Schlendert man am Darling Harbour entlang, hat man das Gefühl, jeder ist im Urlaub, so relaxed wirkt alles. Zur Oper fahren wir dann gemütlich durch die Harbour Bridge mit einem Wasser-Taxi. Dort angekommen ist es nur ein Katzensprung zum Botanischen Garten, der sehr sehenswert und gepflegt ist.

Ist man am Wochenende in Sydney, empfiehlt sich in jedem Fall ein Bummel über den The Rocks Market. Da wir ein bisschen faul sind, nehmen wir für 39 AUD den Sydney bzw. Bondi Explorer  und erkunden die Stadt und die umliegenden Strände den ganzen Tag ganz einfach per Bus.

Da wir auch etwas von der Umgebung von Sydney sehen wollen, unternehmen wir einen Tagesausflug in die Blue Mountains. Vorbei an  Eucalyptus Wäldern wandern wir mit fantastischen Ausblicken zu den bekannten Felsformationen Three Sisters und zurück geht’s mit dem Scenic Railway steil bergauf.

Hotel in Sydney: Travelodge Wynyard

Renoviert, im Geschäftsviertel, vieles zu Fuß erreichbar, einziger Nachteil: um Essen/ Frühstücken zu gehen, muss man etwas laufen, nur Star Bucks nebenan.

Nach den 3 Tagen in Sydney fliegen wir mit Qantas weiter zu einem kurzen Zwischenstopp nach Brisbane. Die Stadt ist sehr modern mit der Queen Street als Fußgängerzone zum Bummeln. Um einen Überblick zu bekommen, ist die günstige Fähre eine gute Möglichkeit,

alle Stadtteile aus der Fluß-Perspektive zu sehen. Allerdings gibt es außer dem Botanischen Garten und dem Parliament House nicht so viele Sehenswürdigkeiten, Brisbane ist eher Ausgangspunkt für die Gold oder Sunshine Coast.   

Hotelempfehlung: Ibis Brisbane: sehr, sauber und modern, große Zimmer, zentrale Lage

Danach fahren wir mit dem Mietwagen weiter nach Hervey Bay, dem Ausgangspunkt nach Fraser Island und im Oktober auch für Walbeobachtungstouren.

Für den nächsten Tag haben wir eine Tagestour nach Fraser Island gebucht und nach einer kurzen  Busfahrt setzen wir mit der Fähre über.

Per 4 WD Bus fahren wir schaukelnd über die Insel und sehen ganz viel Sand, aber auch Regenwald, Dingos und Wale draußen im Meer. Den schönsten, weißesten Sand jedoch hat der Lake McKenzi zu bieten, dort legen wir einen Badestopp und können gar nicht glauben, wie schön es dort ist!

Nachdem wir wieder Festland unter den Füßen haben, übernachten wir wieder im Comfort Inn Kondari Resort. Diese Anlage sieht von außen zwar schon etwas älter aus, die Zimmer sind aber sehr groß, haben eine Küche und sind renoviert und sauber. Touren nach Fraser Island oder zur Walbeobachtung sind dort auch buchbar.

Unser nächster Stop an der Ostküste ist Rockhampton, die Rinder-Stadt. Allerdings merkt man, dass es für viele und auch für uns nur ein Durchreiseort ist, denn dort gibt es nicht viele Möglichkeiten irgendetwas zu besichtigen o.ä.

Am nächsten Tag fahren wir weiter nach Airlie Beach, unserem Tor zu den Whitsunday Inseln. Der Ort ist bekannt für viele Kneipen und Partys und man findet dort viele nette Cafes und Restaurants. Man kann einfach nur durch den Ort oder an der Esplanade entlang bummeln, ein bisschen shoppen oder in der künstlich angelegten Salzwasser-Lagune schwimmen gehen. Hier könnten wir es länger aushalten, auch unser Hotel ist sehr empfehlenswert. Es ist aufgeteilt in Motel (etwas laut, da an der Straße) und das Hotel mit direktem Blick aufs Meer und die vielen Boote in der Bucht. Die Zimmer sind groß, der Pool ist allerdings eher eine Pfütze, aber das Personal ist sehr nett und bemüht.

Mit der Pride of Airlie Katamaran segeln wir am nächsten Tag in Richtung South Molle Island, die für 2 Tage unser Übernachtungsziel ist.

Die Insel ist relativ groß und Familienfreundlich  und das Resort bietet verschiedene Unterkunftsmöglichkeiten an, es besteht auch eine Fährverbindung zum Festland.

Auf Tagestouren erkunden wir die Unterwasserwelt im Great Barrier Reef und besichtigen einen der schönsten Strände der Welt: den unbebauten Whiteheaven Beach.

Obwohl viele Tagesausflügler dort sind, rentiert sich auf jeden Fall der Aufstieg zum Aussichtspunkt, die Sandbänke und Farben sind der Wahnsinn!

Man muss es selbst gesehen haben, um es glauben zu können. Schätzungsweise 100 Fotos schießen wir dort oben und können uns gar nicht von dem Anblick trennen.

Nach diesem Highlight fahren wir weiter nach Cairns, einer sehr lebendigen Stadt am Rande des Regenwalds mit asiatischem Einschlag.

Abends herrscht reger Trubel in den vielen Kneipen direkt am Meer und vor allem der Nachtmarkt lädt zum Ausgiebigen Shoppen ein.

Von Cairns aus unternehmen wir eine 2 Tagestour durch den Regenwald zum Cape Tribulation, wo 2 Unesco Weltkulturerbe aufeinander treffen: das Riff und der Regenwald.

Die Aussicht von verschiedenen Punkten ist wirklich die Fahrt wert!

Auf jeden Fall empfehlen kann ich die Ferntree Lodge mitten im Grünen umgeben von Wald und Strand mit sehr schönen Bungalows in verschiedenen Komfort-Varianten. Hier könnte man auch längere Zeit verbringen, mit wandern durch den Urwald oder faulenzen am menschleeren Strand.

Zurück in Cairns wagen wir einen Flug über das Great Barrier und werden nicht enttäuscht.

Der Ausblick ist, trotz nicht optimaler Wetterbedingungen auf dem Festland, über dem Riff einmalig! Türkis wohin man blickt und sogar einen Walrochen sehen wir von oben.

Am nächsten Tag verabschieden wir uns von der Ostküste und fliegen weiter ins Rote Zentrum direkt zum Ayers Rock. Schon vom Flugzeug aus haben wir einen tollen Blick über das Wahrzeichen Australiens! Das Outback Pioneer Resort bietet für jeden Geschmack verschiedene Unterbringungsmöglichkeiten mit Blick auf den Ayers Rock. Früh am Morgen startet unsere Tour zum Sonnenaufgang. Sobald es hell ist, wandern wir um den Felsen und bestaunen die Felsmalereinen der Aborigines an Ihrem „Heiligen Ort“. Außerdem auf dem Besichtigungsplan stehen die Olgas, die genauso imposant und beeindruckend sind.

Am nächsten Tag fahren wir weiter zum Kings Canyon und bewundern diesen beim Sonnenuntergang. Am nächsten Morgen starten wir um 6.00h eine 3 stündige Wanderung auf dem Kings Canyon, die zwar anstrengend ist, aber die man auf keinen Fall verpassen sollte.

Besonders von den Farben und Formen sind wir sehr begeistert. 

Im Kings Canyon Resort gibt es verschiedene Unterbringungsmöglichkeiten, von einfach ohne eigenes Bad bis Deluxe Spa Zimmer mit Whirlwanne. In der Anlage geht es urig zu, abends gibt es Livemusik oder Barbecue und zwei Pools sind auch vorhanden.

Nach einer ca. 7 stündigen Busfahrt erreichen wir unser letztes Ziel im Roten Zentrum, Alice Springs. Der Ort ist sehr großflächig angelegt, deshalb sind die Wege ins Zentrum teilweise etwas weiter. Ein gutes, zentrales Hotel ist das „Aurora“ mitten an der Fußgangszone.

 Im dazugehörigen Restaurant kann man einheimische Spezialitäten wie z.B. Emu, Känguruh oder Kamel kosten. Von Alice Springs aus kann man Ausflüge in die Mac Donnell Ranges machen oder einfach nur durch die Fußgängerzone bummeln..

Am nächsten Tag geht unser Flug weiter nach Adelaide, wo gerade der „Frühlingssale“ startet, das lassen wir uns nicht zweimal sagen und verbringen den Nachmittag mit Shopping!

Ein sehr guter Tipp ist hier das Hotel Pacific International Suites, es liegt zentral und ist sehr modern mit einem super Frühstücksbuffet.

Von Adelaide starten wir eine Tour nach Kangaroo Island, von der ich jetzt ein bisschen schwärmen werde. Dies ist definitv ein Highlight unserer Tour!

Auch wenn das Wetter nicht ganz so mitmacht, kann ich diese Insel nur jedem an Herz legen.

Die Vielfalt, was man dort erleben und sehen kann, ist vor allem für Tierliebhaber auf jeden Fall empfehlenswert. Mit der Fähre setzen wir über und besuchen als erstes eine Honigfarm, lernen dort etwas über die Herstellung und fahren dann weiter zum Parndana Wildlife Park und können dort Känguruhs und Koalas füttern! Danach fahren wir zur Seal Bay und beobachten dort aus nächster Nähe Seelöwen in Ihrer natürlichen Umgebung an einer wunderschönen Bucht. Nachts geht es dann los, um die nachaktiven süßen Pinguine zu beobachten und es lohnt sich wirklich noch einmal aufzustehen!

Am nächsten Tag besuchen wir eine Eukalyptusdestillerie, sehen Koalas in freier Wildbahn und toben uns dann an den Remarkable Rocks am Fotoapparat aus. Am Admirals Arch können wir Seebären beim Faulenzen beobachten und der Ausblick über die Küste ist gigantisch. Bevor wir mit der Fähre wieder zum Festland zurückkehren, besuchen wir noch eine Schaffarm und kosten dort den leckeren Käse und Joghurt aus Schafsmilch.

Von Adelaide aus fahren wir dann in Richtung Melbourne die Great Ocean Road entlang.

Unser erster Übernachtungsstop ist in Port Fairy, ein nettes kleines Örtchen am Meer. Früh spazieren wir durch den Tower Hill Nationalpark und sehen dort in freier Wildbahn Emus, Känguruhs und Koalas. Etwas später beginnt dann die eigentliche Great Ocean Road und mit vielen Stops an den verschiedenen Aussichtspunkten bewundern wir von dort aus die unterschiedlichen Ausblicke auf die Felsformationen. Die schillernden Farben des Meeres und der verschiedenen Erdschichten sind auf jeden Fall sehenswert. Interessant, aber auch von Touristen sind die Aussichtsplattformen der 12 Apostel, dort kann man auch einen Helikopterrundflug unternehmen. Am Abend erreichen wir dann Apollo Bay, unseren nächsten Übernachtungsort. Dort könnten wir es auch länger aushalten, die Bucht ist wunderschön und der Ort bietet einige Unterhaltungsmöglichkeiten. Auch die Jugendherberge ist sehr schön und neu erbaut. Von dort aus fahren wir über die kurvige Küstenstraße In Richtung Melbourne mit einem Stop an einem Wasserfall und in Geelong.

Die letzten 2 Nächte verbringen wir im Ibis Hotel, welches gut gelegen ist, die Sehenswürdigkeiten, wie z.B. den Queen Victoria Markt, zu erkunden.

Melbourne ist im Gegensatz zu Sydney eine sehr geschäftige und eher typische hektische Großstadt. Man kann das meiste zu Fuß erlaufen oder, wenn man müde ist, sich in die kostenlose Tram setzen und den Innenstadt Bereich abfahren. Es gibt tausende von Reisebüros, die Touren in die Umgebung anbieten, wie z.B. nach Philipp Island oder in die Weinanbaugebiete. Wir entscheiden uns für Letzteres und am nächsten Tag fahren wir in Richtung Yarra Valley. Dort unternehmen wir eine Fahrt mit der berühmten Dampflock, machen eine Weinprobe und besuchen einen Wildlife Park.

Nach diesem erlebnisreichen Tag müssen wir uns nach über 4 Wochen schweren Herzens von Australien verabschieden und unsere Heimreise antreten.

Auch wenn die Reise etwas stressig war, würde ich es beim nächsten Mal wieder genau so planen. Ich kann nur jedem empfehlen, bei so wenig Zeit und so viel Wissensdurst, alles vorzubuchen, damit man nicht auch noch den Stress vor Ort hat, sich Unterkünfte suchen zu müssen.